Wahlwerbung der Republikaner: Böse Überraschung

Das hätten sich die Darsteller einer – ohnehin ästhetisch äußerst fragwürdigen – Tanzdarbietung sicher nicht träumen lassen, als sie sich für Filmaufnahmen für das Video einer Rockband zur Verfügung stellten: Die – aus der Öffentlichkeit weitgehend verschwundenen Republikaner – unterlegten die Bilder mit Hasstiraden und stellten sie auf ihre Homepage. Dies hat das Landgericht Berlin nun, wie unter anderem Spiegel Online berichtet, auf den Antrag zweier Darsteller verboten.

Völlig zu Recht: Denn natürlich genügt im Bereich des Bildnisschutzes für die Veröffentlichung einer Personenaufnahme nicht die schlichte Einwilligung, dass die Bilder überhaupt gezeigt werden, sondern sie muss sich auch auf die Art der dann erfolgten Nutzung beziehen. Hier gibt es in der Praxis häufig Auslegungsprobleme. Dass aber im Falle der Republikaner die Einwilligung die Veröffentlichung nicht deckte, kann man nicht ersthaft in Frage stellen.

Die Republikaner möchten die Veröffentlichung indes offenbar bis zur letzten Sekunde auskosten. Das Video ist auf ihrer Homepage noch abrufbar. Entweder ist die einstweilige Verfügung noch nicht zugestellt oder den Republikanern ist das drohende Ordnungsgeld angesichts des jetzt eintretenden PR-Effekts schlicht egal.

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