Tell-a-friend-Funktion / Empfehlungswerbung

Wirksam, aber rechtlich nicht ohne Risiko – so lässt sich die Empfehlungswerbung mit einer „Tell-a-friend“-Funktion kurz zusammenfassen. Abmahnungen können sowohl von den Empfängern der (dann unerwünschten) Empfehlungswerbung als auch von Mitbewerbern drohen.

Das Thema ist von der Rechtsprechung noch nicht endgültig geklärt, einige Punkte sollten Unternehmen, über deren Internetseite die Nutzer Dritten eine Empfehlung senden können, aber in jedem Fall beachten:

  • Zunächst sollte die Empfehlungsmail so ausgestaltet sein, dass nicht das Unternehmen, sondern der Empfehlende als Absender wahrgenommen wird, am besten indem die Empfehlungsmail mit der E-Mail-Adresse des Absenders verknüpft wird.
  • Der Text der Empfehlungsmail sollte nicht vorgegeben sein, der Absender sollte den Text stattdessen selber formulieren können.
  • Vor allem darf das Unternehmen dem Text des Absenders keine eigenen Werbebotschaften beifügen.
  • Das Unternehmen sollte auch keine besonderen Anreize für den Empfehlenden setzen, also insbesondere auf Incentives, Gutscheine oder andere Vorteilsgewährungen verzichten.

Auch wenn diese Voraussetzungen erfüllt sind, verbleibt ein kleines Abmahnrisiko. Ob man dieses in Kauf nehmen möchte, können die Unternehmen nur selbst entscheiden.

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