In der Internet-Community hält ich hartnäckig die Einstellung, im Netz veröffentlichte Inhalte seien gemeinfrei. Dass dem nicht so ist, ist an sich hinlänglich bekannt. Nichtsdestotrotz kommt es noch immer häufig zu Abmahnungen wegen der Verletzung fremden geistigen Eigentums im Internet. Folgendes ist zu beachten:

1. Darf ich Texte von anderen Internetseiten kopieren?

Davon ist grundsätzlich abzuraten. Abgesehen davon, dass es sich um schlichte Schmarotzerei handelt, kann der Urheber der Texte häufig Unterlassung verlangen. Zwar gilt dies nicht für jeden einfachen und kurzen Textabschnitt, insbesondere nicht für jeden Werbetext. Die Grenzen sind jedoch fließend. Auch Texte, die nicht dem Urheberrecht unterliegen, können über das Wettbewerbsrecht geschützt sein.

2. Darf ich fremde Fotos auf meine Seiten kopieren?

Nein, es sei denn, es ist ausdrücklich gestattet, sie unentgeltlich zu Nutzen. Fotos unterliegen per se dem Urheberrecht, so dass es der Einwilligung des Fotografen für die Veröffentlichung bedarf.

Und auch bei unentgeltlichen Angeboten ist eines unbedingt zu beachten: Der Fotograf hat ein Recht auf Urheberbenennung auf oder unter dem Foto!

3. Gilt das Verbot auch für Thumbnails?

Der Bundesgerichtshof hält die Veröffentlichung von Thumbnails in Suchmaschinen grundsätzlich für zulässig und geht von einer Einwilligung in die Verwendung aus, wenn die Internetseiten, auf denen sich die Originalbilder finden, für Suchmaschinen optimiert sind und der Seitenbetreiber die Indexierung auch nicht in der robots.txt-Datei ausgeschlossen hat.

In allen anderen Fällen heißt es zunächst weiter: Finger weg! Die Konstruktion der Einwilligung gilt nur dür Suchmaschinen und kann keinesfalls auf die Nutzung von Thumbnails auf anderen Internetseiten übertragen werden. Insbesondere dürfte die manuelle Übernahme von Thumbnails fremder Werke auf anderen Interntseiten unzulässig sein.

4. Wie sieht es mit Stadtplänen aus?

Auch diese sind urheberrechtlich geschützt und dürfen nicht ohne Zustimmung des Urhebers veröffentlicht werden. Vorsicht ist vor allem bei den Karten von stadtplandienst.de geboten. Hier werden Verstöße rigoros verfolgt und es werden Lizenzgebühren in oft vierstelliger Höhe fällig. Es gibt im Übrigen genügend kostenlose Angebote, insbesondere Google Maps. Hier sind allerdings die Nutzungsbedingungen genau zu beachten.

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