Bereits im Mittelalter begannen Bestrebungen von Händlern, Produzenten und Handwerkern, auf ihren Waren Herkunftsbezeichnungen anzubringen. So wurden auf Säcke, die zumeist Lebensmittel enthielten, Etikette und Zeichen der Handwerker an die von ihnen hergestellten Gebäude gemalt. Im Biersegment lässt sich die Geschichte der Marke sogar bis ins 14. Jahrhundert zurückverfolgen (z.B. Franziskaner Weissbier 1363).

Die Geschichte der Marke nach unserem heutigen Verständnis begann allerdings erst vor gut 300 Jahren, als die Entwickler von den ersten industriell hergestellten Gütern ihren Namen auf deren Verpackung schrieben (dies waren z.B. Lambertz im Jahre 1688, Meissen im Jahre 1710 oder Faber-Castell im Jahre 1761). Dies stieß zunächst auf großes Unverständnis bei den Händlern, die nun nicht mehr aus verschiedenen Produkten eigene Mischungen herstellen und so ihre großen Verkaufsspannen nicht mehr durchsetzen konnten. Aufgrund der produktbegleitenden Werbung der Produzenten, die selbst damals schon stattfand, waren sie aber gezwungen, die Artikel trotzdem in ihr Sortiment aufzunehmen, da die Nachfrage und der Konkurrenzdruck stieg.

Als 1875 in Deutschland das erste Markenschutzgesetz in Kraft trat, meldete die Staatliche Porzellan-Manufaktur Meissen GmbH ihr Zeichen als erste Bildmarke an und ist somit die älteste Marke im juristischen Sinn. Im Jahre 1894 wurde der Begriff „Marke“ durch das Warenbezeichnungsgesetz in den Begriff „Warenzeichen“ geändert.

In den darauf folgenden Jahrzehnten entstand eine steigende Nachfrage nach Konsumgütern, so dass sich auch die Markenartikel etablierten. Gleichzeitig konzentrierte sich die Wirtschaft zunehmend auf Werbung, da man entdeckt hatte, dass sich dadurch das Markenbewusstsein steigern ließ und somit auch die Absatzmöglichkeiten vervielfacht werden konnten.

Seit 1968 können neben Zeichen für Waren auch solche für Dienstleistungen in das Register des Deutschen Patent- und Markenamtes eingetragen werden, so dass in den 1990er Jahren im Rahmen der Markenrechtsreform der Begriff wieder in „Marke“ geändert wurde.

Heute stellen Marken einen enormen wirtschaftlichen und finanziellen Wert dar. So wurde die Marke „Coca-Cola“, welche seit Jahren eine der wertvollsten Marken darstellt, 2006 auf knapp 53 Milliarden Euro geschätzt. Auffällig ist dabei, dass unter den Top 20 der wertvollsten Marken 13 aus den USA kommen, aus Deutschland belegen Mercedes-Benz und BMW die Plätze 10 und 15 mit einem geschätzten Wert von insgesamt knapp 33 Milliarden Euro.

Der Begriff „Marke“ kommt von der Bezeichnung „Mark“ für ein Grenzgebiet des Römischen Reichs im Mittelalter.