Kaymer als Pop Art verboten

Die redaktionelle Bildberichterstattung ihre Person können Prominente in vielen Fällen nicht verhindern, wohl aber die kommerzielle Ausbeutung. Derart ausgebeutet fühlte sich Golf-Profi Martin Kaymer, dessen Foto von einem Künstler durch Änderung der Farbkombination im Pop Art-Stil verfremdet undangeboten worden war. Für eines der Bilder erzielte der Beklagte im Wege der Internetauktion einen Verkaufserlös von 43,50 Euro. Das OLG Düsseldort hat dies nun, wie das Gericht in einer Pressemitteilung berichtet, mit Urteil vom 23. Juli 2013 – I-20 U 190/12 – untersagt. Der Künstler hatte sich darauf berufen, er huldige mit seinen Bildern den jeweiligen Prominenten, die dort abgebildet seien. Dabei diene die Verbreitung der Porträts dem höheren Interesse der Kunst und befriedige zudem das Informationsinteresse der Allgemeinheit.

Das Gericht ließ dies nicht gelten und sah in der Verbreitung einen Verstoß gegen das Recht des Sportlers am eigenen Bild und verurteilte den Beklagten zur Unterlassung und zum Schadensersatz. Ein höheres und überwiegendes Interesse der Kunst sei nicht feststellbar. Die Bilder, bei denen der dekorative Charakter im Vordergrund stehe, wiesen über rein handwerkliches Können hinaus keinen künstlerischen Gehalt auf. Auch komme ihnen lediglich ein sehr geringer Informationswert für die Allgemeinheit zu. Sie dienten vielmehr vorrangig kommerziellen Interessen. Es überwiege daher das Recht des Klägers, selbst über die Verwendung von Bildnissen seiner Person zu kommerziellen Zwecken zu bestimmen.

Die Entscheidung ist noch nicht rechtskräftig.

Bild: Rainer Sturm / pixelio.de

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